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Was ihr schon immer über Kentucky wissen wolltet.

Kentucky, amtlich Commonwealth of Kentucky, einer der Bundesstaaten im mittleren Südosten der USA (East South Central States), der im Norden an die Bundesstaaten Indiana, Ohio und Illinois, im Osten an West Virginia und Virginia, im Süden an Tennessee und im Westen an Missouri angrenzt. Der Ohio bildet die gesamte nördliche Grenze des Staates, die Flüsse Big Sandy und Tug Fork einen Großteil der östlichen Grenze, und der Mississippi die westliche Grenze.

Frankfort, Hauptstadt des US-Bundesstaates Kentucky.

Die Stadt im Herzen der Bluegrass Region ist Umschlagplatz für Mais, Tabak und Vollblutpferde. Zu den hier hergestellten Industriegütern zählen Textilien, Elektronikprodukte und Bourbon-Whiskey. Sehenswert sind das Capitol

Mit einer Fläche von 104 665 Quadratkilometern steht Kentucky hinsichtlich der geographischen Ausdehnung an 37. Stelle der US-Bundesstaaten. 5,5 Prozent des Landes sind im Besitz der Bundesregierung. Die Form des Staates entspricht etwa einem Dreieck; die weitesten Entfernungen betragen ungefähr 685 Kilometer von Ost nach West und etwa 280 Kilometer von Nord nach Süd. Die Höhenlage reicht von 78 Metern im Gebiet entlang des Mississippi (im Südwesten Kentuckys) bis zum Gipfel des Black Mountain mit 1 263 Metern im Südosten des Landes; die durchschnittliche Höhenlage liegt bei etwa 230 Metern.

Geographie

Kentucky lässt sich in drei geographische Hauptregionen einteilen: die Golf-Küstenebene (Gulf Coastal Plain) im Westen, die Interior Low Plateaus – eine Tieflandregion – im Landesinneren sowie im Norden und Süden, und das Cumberland Plateau im Osten Kentuckys, ein Hochland im Südwesten der Appalachen.

Der Westen von Kentucky bildet einen Teil der Golf-Küstenebene. Man bezeichnet es auch als Jackson Purchase, weil General Andrew Jackson, der spätere Präsident der USA, beim Kauf des Landes vom Indianerstamm der Chickasaw 1818 als Vertreter der amerikanischen Bundesregierung fungierte. Landschaftlich wird die Gegend von sanften Hügeln und weiten Tälern charakterisiert. Das Schwemmland und der vom Wind hierher verfrachtete, schlammige Treibsand stellen die besten landwirtschaftlich nutzbaren Böden des Staates dar.

Das Interior Low Plateau besteht aus zwei grundlegenden physiographischen Hauptteilen: der Lexington-Tiefebene (oder Bluegrass Region) und dem Highland Rim, dem Rand der Hochebene. Das Gestein im Bereich des mittleren Teiles der Lexington-Tiefebene ist das älteste Grundgestein Kentuckys. Der kalkhaltige Boden ist ein idealer Getreideanbau- und Weidelandboden; daher ist diese Gegend auch Kentuckys Zentrum für die Zucht von Rennpferden. Im südlichen Teil der Lexington-Tiefebene liegt eine Gegend, die The Knobs genannt wird, weil sie mit hügeligen Felsformationen (knobs) übersät ist. Der Rand des Hochlandes, der auch als Pennyroyal (bzw. Pennyrile) Plateau bezeichnet wird, liegt größtenteils auf zerklüftetem Kalkstein, in dem sich viele Becken und Höhlen gebildet. Alle bedeutenden Seen Kentuckys wurden künstlich mit der Hilfe von Staudämmen geschaffen, z. B. an Flüssen wie dem Tennessee (Kentucky Lake), dem Cumberland River (Lake Barkley und Lake Cumberland), dem Rough (Rough River Lake), dem Green (Green River Lake) und dem Big Sandy (Dewey Lake). Andere wichtige Flüsse des Staates sind der Ohio, der Mississippi, der Licking und der Kentucky River. In Kentucky gibt es außerdem verschiedene Wasserfälle, z. B. die Cumberland Falls bei Corbin und die Fälle des Ohio bei Louisville.

Klima

Kentucky hat ein gemäßigtes Klima mit warmen Sommern und kühlen Wintern. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 14 °C in den meisten Teilen des Staates. Die schriftlich festgehaltene Temperatur schwankt zwischen -36,7 °C (1963 in Cynthiana) und 45,6 °C (1930 in Greensburg). Im Winter sind Schneeanhäufungen von mehr als 610 Millimetern im appalachischen Hochland keine Seltenheit.

 

Bevölkerung

Kentucky hat etwa 3,7 Millionen Einwohner, was einen Zuwachs von 0,7 Prozent gegenüber 1980 bedeutet. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt bei 35 Einwohnern pro Quadratkilometer; erheblich höher ist die Bevölkerungsdichte allerdings im mittleren Norden, im Osten und in den westlichen Teilen des Staates. 92 Prozent der Bevölkerung sind Weiße, 7,1 Prozent Schwarze. Zu den weiteren Bevölkerungsgruppen zählen ungefähr 5 610 Indianer, 2 970 Personen koreanischer, 2 920 Personen indisch-asiatischer, 2 740 Personen chinesischer, 2 510

 

Geschichte

In der Zeit vor der Entdeckung und Besiedlung durch Europäer war das heutige Kentucky von Indianerstämmen wie den Shawnee, Wyandot, Delaware und Cherokee bevölkert.

Der französische Pionier Robert Chevalier, Sieur de La Salle, erkundete die Gegend während seiner Flussfahrt auf dem Mississippi 1682. 1767 kam der Pionier Daniel Boone mit fünf Begleitern in den Osten Kentuckys, doch erst sieben Jahre später gründete der amerikanische Pionier und Soldat James Harrod zusammen mit 40 Verbündeten aus dem Gebiet am Monongahela-River (fließt von West Virginia nach Pennsylvania und mündet in den Allegheny) die erste ständige Siedlung im Staate, die Harrodsburg genannt wurde. 1775 gründete Boone die Siedlung Boonesboro. Die Landverteilungspolitik Virginias ermutigte immer mehr Siedler, sich in Kentucky niederzulassen; Überfälle feindlich gesinnter Indianerstämme bedeuteten jedoch eine ständige Gefahr für die Siedler. 1774 besiegte eine Armee aus Virginia die im Nordwesten lebenden Indianervölker in einer entscheidenden Schlacht bei Point Pleasant (heute West Virginia) und zwang sie, sich in das Gebiet jenseits des Ohios zurückzuziehen. Im gleichen Jahr schloss Boone einen Vertrag mit den Cherokee, in dem sie ihre Ansprüche auf das Gebiet zwischen dem Ohio und dem Cumberland River – jeweils westlich und südlich des Kentucky River – an Richard Henderson und seine Mitgesellschafter verkauften; diese hatten sich zur Transylvania Company zusammengeschlossen. Das abgetretene Gebiet hatte eine Gesamtfläche von etwa 6,9 Millionen Hektar, was 65 Prozent der Fläche des heutigen Kentucky entspricht. Der vereinbarte Preis lag bei 10 000 US-Dollar. Virginia beanspruchte das fragliche Gebiet ebenfalls und weigerte sich zunächst, die Gültigkeit des Verkaufs anzuerkennen. 1778 willigte die Legislative Virginias jedoch ein, der Transylvania Company das Recht auf 80 900 Hektar zuzusprechen und die bereits getätigten Verkäufe anzuerkennen.

Eigenstaatlichkeit

Versuche, die Region in einen eigenen Staat umzuwandeln, begannen im Mai 1775. Henderson berief in Boonesboro eine Versammlung ein, die einen Kodex von neun Gesetzen für die Regierung der selbst ernannten Nation formulierte. Diese wurde jedoch von der Legislative von Virginia für gesetzeswidrig erklärt. Im folgenden Jahr wurde das Land per Gesetzgebung zum Verwaltungsbezirk Kentucky County, mit Harrodsburg als Verwaltungssitz und mit eigenen Abgeordneten im Parlament von Virginia. Am 1. Juni 1792 wurde Kentucky zum Mitgliedsstaat der amerikanischen Union. Im Juli 1799 wurde die zweite Verfassung Kentuckys verabschiedet, in der festgelegt wurde, dass der Gouverneur und andere Staatsdiener vom Volk zu wählen waren und nicht wie bisher von Wahlmännern. Am Britisch-Amerikanischen Krieg von 1812 beteiligte sich Kentucky mit 7 000 Soldaten; in der Schlacht von New Orleans bestand etwa ein Viertel der Armee General Andrew Jacksons aus Schützen, die aus Kentucky stammten. Beim Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkrieges versuchte Kentucky noch, eine neutrale Haltung einzunehmen, aber seine geographische Lage machte dieses Vorhaben bald zunichte. Der Gouverneur wies die Bitte Abraham Lincolns nach Truppen zwar zurück, und als die Armeen der Unionisten und der Konföderierten scharenweise aus entgegengesetzten Richtungen in den Staat einzumarschieren begannen, forderte man formell ihren Rückzug. Die Unionsarmeen besetzten jedoch bald das Gebiet, und 1862 hatten sich die Konföderierten aus dem Staat zurückgezogen.

Die grössten Städte

Louisville  Die Gemeinde wurde 1779 von George Rogers Clark gegründet und zählt zu den ältesten Siedlungen westlich des Appalachengebirges. 1780 wurde sie als Dank für die französische Unterstützung während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges nach Ludwig XVI. von Frankreich benannt. Nachdem 1830 der Kanal fertiggestellt wurde, entwickelte sich Louisville zu einem führenden Handelszentrum. In den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt ein Eisenbahnknotenpunkt. In gleichem Maße weitete sich die Industrie aus. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 286 000.

Lexington, (auch Lexington-Fayette)  Der Ort wurde 1775 von Robert Patterson und Simon Kenton gegründet und nach der Schlacht von Lexington (Massachusetts) benannt. Das erste Landesparlament von Kentucky trat hier 1792 zusammen. 1832 erhielt Lexington Stadtrecht. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 226 000.

                                                                                                    Quelle: Wikipedia


 
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